
Willkommen auf der Homepage der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Indonesien.
Auf unserer Startseite finden Sie jeweils ein aktuelles Bild mit dem Wochenspruch – wöchentlich neu.
Wir sind eine kleine, aber lebendige Gemeinde, die protestantische christliche Werte mit deutschem Kulturleben verbindet. Die meisten unserer Mitglieder leben auf Java, vor allem in Jakarta und Bandung, sowie auf Bali. Wir freuen uns über jeden deutschsprachigen Besucher – aus Europa wie auch aus Indonesien. Gemeinsam versuchen wir, unseren christlichen Glauben im Alltag zu leben und uns als Gemeinschaft gegenseitig zu ermutigen.
Unsere Gemeinde wird von der Auslandsabteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gefördert. Wir sind ökumenisch eng verbunden mit der deutschsprachigen katholischen St.-Thomas-Gemeinde, in deren Räumlichkeiten auch unsere Gottesdienste stattfinden.
Darüber hinaus bieten wir Taufen, Konfirmationen und Trauungen samt Vorbereitungsseminaren an. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Seelsorge – dazu gehören Coaching und Lebensberatung. Besonderen Wert legen wir auf die Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen, etwa bei Sterbebegleitung und Trauerfeiern. Auch Urlauberseelsorge und Gefängnisseelsorge gehören zu unserem Angebot.
Aktuelle Andacht
Sonntag, den 25. Januar 2026

Ist das nicht ein wunderschönes Bild, das uns der Wochenspruch malt? Eine bunte Gemeinschaft aus aller Herren Länder. Das weißhaarige Mütterchen aus Russland, der braungebrannte junge Mann aus Caracas, die strahlende Frau im bunten Kleid aus Tansania, ein junger Priester im grauen Collarhemd aus München, ein gewichtiger Pope aus Belgrad, eine quirlige Kinderschar aus den nordischen Ländern, eine Organistin aus einer Batak-Gemeinde in Indonesien. Sie haben sich gefunden und noch viele andere, die an den reich gedeckten Tischen sitzen und sich Speisen und Getränke teilen. Verschiedene Sprachen erfüllen den Raum. Viele haben eine Spezialität aus ihrem Land mitgebracht. Andere haben Lieder und Instrumente dabei.
Jeder und jede hat eine eigene Geschichte hinter sich: Manchen ist anzusehen, dass sie es im Leben schwer hatten, andere haben eine erfolgreiche Lebensgeschichte hinter sich. Der eine erzählt von seinen bedrängten Brüdern und Schwestern, der Pastor aus Tansania dankt Gott für die vielen Menschen, die zu seiner Gemeinde gehören. Eine junge Kirchenvorsteherin aus Deutschland erzählt bedrückt von den vielen, für die unser Herr und sein Reich kein Thema mehr ist. Der Presbyter einer asiatischen Auslandsgemeinde tröstet sie und berichtet von seiner kleinen Gemeinde. Immer wieder finden dort Menschen eine geistliche Heimat, für die Kirche in Europa fremd war.
Die Band aus Kolumbien stimmt einen Psalm an. Bald singen oder summen alle mit.
Danket dem Herrn;
denn er ist freundlich,
seine Güte, die währet ewiglich.
Singt alle mit, der HERR hat euch erlöst.
Aus allen Ländern führt er euch zusammen
aus Ost und West, aus Nord und Süd.
Dankt dem HERRN für seine Güte,
danket ihm für seine Wunder,
Die er an Menschenkindern tut.
(nach Psalm 107,1, 3,8)
Zu schön, um wahr zu sein? Ist der Tisch in Gottes Reich nicht viel zu klein für all die Erlösten aus tausend Generationen? Wir sollten von Gott – wie oft genug – nicht zu klein denken. Wenn wir heute schon staunen über Gottes Wundertaten, dann sollten wir das Problem mit dem Tisch, dem Symbol für Gemeinschaft, getrost ihm überlassen. Das Erstaunliche am Reich Gottes ist ja, dass es schon hier unter uns gegenwärtig ist. Wenn ich an meine Auslandsgemeinden in Indonesien, Singapur oder Neu-Delhi denke: Ist dort nicht jeder Gottesdienst, die Abendmahlsgemeinschaft und anschließend das Essen und Trinken am Tisch ein kleines Abbild der Vielfalt der Kinder Gottes?
Geht zuversichtlich und hoffnungsvoll in diese Woche.
Pfarrer in Ruhe Wolfgang K. Leuschner